Zucht und Unordnung
"Weimaraner nur an Jäger abzugeben!"
oder
"Süsse Weimaranerwelpen suchen neues Zuhause!"
Abschottungspolitik - wirksames Mittel zum Rasseschutz oder Brutstätte für die "Schwarzzucht"??
Was geschieht gerade mit dem Weimaraner? Ist die graue Bella jetzt Retterin in der Finanzkrise??

Ich öffne meinen Computer und "google" ein wenig herum... Alles was mit Weimaranern zu tun hat fängt ganz automatisch mein Interesse...
Ich schreibe Weimaraner ins Suchfeld - 46.800 Einträge unter Weimaraner Welpen popt da im Ergebnisfeld auf!! Wow!Ich bin erstaunt...
Und dann sehe ich direkt darunter: Weimaraner in Not - 507.000 Einträge!!! Irgendetwas stimmt hier nicht, schlägt es mich und ich klicke auf die Welpen um zu sehen, wer da inseriert.
Mir wird schwindelig!!! Es ist unglaublich wieviele graue Bellas und Ruffis (natürlich reinrassig!, aber leider OHNE Papiere!) sich in den letzten Monaten vergnügen durften um diese imense Anzahl von "reinrassigen" grauen Finanzkrisenhelfern zu produzieren.
ZITAT: "Unsere junge Weimaranerdame hat am 30.03.2009 ihren ersten Wurf in den Farben silber-grau/kurzhaar zur Welt gebracht. Die Welpen werden ab sofort abgegeben. Die Welpen sind mehrfach entwurmt und geimpft. Das Chipen sollte dann von Ihnen innerhalb des ersten Jahres erfolgen. Die Kleinen sind im Besitz eines Heimtierausweises. Mutter und Vater der Welpen sind beide silber-grau bzw. grau. Beide Elterntiere sind reinrassig und haben die entsprechenden Maße der Rasse. Unsere Welpen wachsen im Haus mit Garten mit uns in der Familie, d.h. mit einem Kleinkind und einem anderen Hund auf und werden bestens sozialisiert."Zitatende
ZITAT:"7 kleine Weimaranerwelpen suchen ab Anfang - Mitte Juni ein liebevolles Zuhause!!! Der stolze Vater ist XXXYYY – er hat einen Stammbaum und ist ein reinrassiger Langhaar Weimaraner Die liebevolle Mama ist XXX , auch Sie ist ein reinrassige Kurzhaar Weimaraner Hündin – allerdings habe ich von Ihr nicht den Stammbaum. Beide Elterntiere sind kerngesund, HD Frei und selbstverständlich geimpft und regelmäßig entwurmt :-) Wir haben 5 Rüden und 2 Mädels, die Welpen wurden am Ostermontag den 13. April 09 geboren und suchen ab Anfang – Mitte Juni ein liebevolles Zuhause! Anbei die Fotos von Mama , Papa und den 7 Zwergen, weiter aktuelle Bildern gerne per E-Mail!"Zitatende
ZITAT:"10 Wochen alte Weimaraner-Kurzhaar-Welpen (geb. 27.01.09) suchen neuen Wirkungskreis. Leben mit Familienanschluß (auch Kinder) und anderen Tieren. Teilweise natürlicher Jagdtrieb vorhanden. Geimpft, entwurmt, unkupiert, ohne Papiere. Gerne auch an Nicht-Jäger."Zitatende
Und so weiter und sofort....
Inseriert wird natürlich mit süssen Welpenfotos, damit der graue Kleine auch wirklich in der "Habenwollen-Abteilung" des potenziellen Kunden landet und somit direkt im Einkaufskorb.
Ich bin entrüstet, ein wenig traurig und vor allem frage ich mich gerade, warum vermehren ganz normale Hundehalter ohne Sinn und Verstand mit ihren Weimaranern? Ganz nüchtern konkludiere ich: nur und ausschliesslich weil sie auf Kommerz aus sind!
Welchen anderen und GUTEN Grund haben diese NICHT als Züchter anerkannten Menschen sonst, mit Hunden zu vermehren, die A)nicht zur Zucht zugelassen sind, weil die Hunde:
- nicht dem allgemeinen FCI-Rassestandard entsprechen und/oder
- die Hunde noch niemals auf Formwert, Anlage und Verhalten getestet wurden oder doch getestet wurden und für nicht zuchttauglich erklärt wurden und/oder
- die Hunde keine anerkannten FCI-Papiere haben (in Deutschland VDH-Papiere) und/oder
- die Hunde gravierende Fehler (Krankheiten, Fehlfarben, Wesensschwäche, etc) aufweisen, die sie von der Zucht ausschliessen und/oder
- weil die Halter nicht gewillt sind den zeitlichen und kostenmässigen Aufwand auf sich zu nehmen, den die für die Zuchttauglichkeitserklärung vorgeschriebenen Ausstellungen und Prüfungen nach sich ziehen etc. etc.,
B) nicht gewillt sind sich in die komplizierte Materie der Vererbungslehre einzuarbeiten
und C) nicht gewillt sind Zeit und Kosten auf sich zu nehmen, um den geeigneten Deckrüden evtl. auch im Ausland zu finden (der eigene oder Nachbars Ruffi ist ja viel näher und warum in die Ferne schweifen?)?
Ich könnte noch etliche Fragen stellen, die mir einfallen, wenn ich Anzeigen von Vermehrern in Tageszeitungen und Internetannoncen sehe, nur GUTE Gründe dafür fallen mir nicht ein.
Ich kenne diese Vermehrer nicht persönlich und kenne nicht ihre speziellen Intentionen/Motive für diese Art der Tierproduktion, aber das Interesse an der Gesunderhaltung der Rasse Weimaraner, wie es anerkannte Züchter haben, die ich hier präsentieren möchte, kann es unter keinen Umständen sein!
Und da man unbescholltenen Menschen nicht verbieten kann Lebewesen (ohne Kontrolle eines Vereines) hobbymässig zu vermehren (solange nicht gegen tierschutzrelevante Auflagen verstossen wird), entscheiden also die Nachfrager ob sie "Schwarzzuchten" unterstützen oder lieber doch einen gesunden typvollen "echten" Weimaraner aus einer kontrollierten anerkannten FCI-Zucht als Jagdbegleiter/Sportkammerat führen und als Familienmitglied halten wollen.

Ganz klar Weimaranerwelpen sind fesselnd und regen sofort den "Habenwollen"- und Beschützerdrang in jedem Hundefreund ganz automatisch an. Spätestens wenn der kleine tapsige vierbeinige Wicht unkoordiniert auf uns zu stapft, das grosse runde Gesicht mit den riesigen Kulleraugen uns anblickt und das kleine Schwänzchen freudig hin-und her wedelt, ja, spätestens dann sind wir dem Welpenrausch erlegen.
Es ist wie mit kleinen Baby´s.... man muss sie einfach lieb haben und das scheint ein psychologisches Phänomen zu sein, das unsere Vernunft ausser Kraft setzt.
Doch gerade bei lebenden Wesen sollte man weder aus einem Impuls heraus handeln, einer spontanen Idee folgen oder dem "Quängeln" Dritter erliegen.
Weimaraner sind ganz spezielle und vor allem in erster Linie Jagdhunde. Der Weimaraner Klub e.V. kämpft vehement mit aller Kraft dagegen an, dass aus dem Weimaraner kein Modehund à la Irish Setter oder Magyar Vizsla wird und verfolgt daher eine Art "Abschottungs-"Politik gegenüber kaufinteressierten nichtjagenden Mitmenschen.
Dies mag, wie ich eingangs schon schrieb einigen Anfragern übel aufstossen und nicht selten dazu verleiten sich entrüstet ob dieser "Abfuhr" anderwertig nach einen grauen Hund umzusehen. Dieser Weg führt nicht selten zu "Parallel"- oder wie ich es ausdrücken möchte: Schwarzzuchten.
Doch was tun??
Der Weimaranerklub e.V. ist der einzige VDH/FCI anerkannte Weimaranerverein in Deutschland und sein Anliegen ist es die Rasse so gesund und rassetypisch zu bewahren, wie sie ursprünglich war und auch weiterhin sein soll.
Wenn sich nun der Weimaranerklub mehr öffnet für Nichtjäger und ihr steigendes Interesse am grauen Jagdhund? Wäre das nicht im Sinne des Weimaraners? Dann wäre auf jeden Fall den Schwarzzüchtern hier die Chance genommen einen schnellen Euro zu machen... aber was geschieht mit dem Weimaraner?
ZITAT: "Eine Öffnung durch den WK würde nach meiner Meinung in kurzer Zeit dazu führen, dass das Leistungsniveau der Rasse stark absinken würde (stark steigende Welpenzahlen, Vernachlässigung der jagdrelevanten Eigenschaften). Diese Entwicklung ist schon an anderen Rassen belegt (z. B. Irish Setter). Auch ist in allen Jagdhunderassen, die jagdliche und nichtjagdliche Zucht parallel betreiben, das Leistungsniveau überwiegend sehr niedrig und es sind viele Schwächen vorhanden, die die Hunde für die richtige Jagd unbrauchbar machen (z. B. fehlende Wildschärfe). Paradebeispiel für mich ist hier der Magyar Vizsla. Einen Vizsla zu finden, der laut jagt, wasserfreudig, wild- und raubwildscharf ist und über ein starkes Wesen verfügt ist so gut wie unmöglich!" Zitat von M. Ehmann (Züchter im Weimaranerklub e.V. - "Weimaraner von der Vogelweide")

Nein, ganz im Gegenteil! Schliesslich bin ich ja selbst Nichtjägerin und habe meine eigenen Gründe, warum es ein Weimaraner sein sollte.
Ein Text, den ich im Net gefunden habe, wollte ich Euch nicht vorenthalten, denn er schildert so ziemlich genau die Problematik, die manche Weimaraner zu Notfällen werden lässt. Was ist denn in diesem Fall die richtige Antwort? Worauf muss geachtet werden, bevor man eine "richtige" Antwort geben kann? Wonach entscheiden Züchter eigentlich? Sabine aus Österreich schreibt mir am 17.sept. 2009:
Quelle: Informationsdienst Tier und Gesundheit (animal)
Seit Nixe dem Welpenalter entwachsen ist, häufen sich die Probleme. Die Weimaraner-Hündin jagt im Stadtpark Tauben und Enten, verfolgt begeistert Kaninchen-Fährten und kümmert sich wenig um die Kommandos ihres Besitzers. Auch Spaziergänge im Wald gehören längst der Vergangenheit an, seitdem die Jagdhündin mehrmals im Dickicht verschwand. Erst Tage später tauchte Nixe wieder auf - hundemüde, aber glücklich.
Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb, und dazu gehören Weimaraner ebenso wie Pointer, Bracken oder Schweißhunde, können für Nicht-Jäger ein ernstes Problem darstellen. Als Jagdhunde benötigen sie ein Revier, in dem sie ihrer Natur freien Lauf lassen dürfen - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch nur unter der Aufsicht eines Jägers können sie rennen, streifen, schnüffeln und natürlich jagen.
Bei Nicht-Jägern sind Jagdhunde dagegen nicht immer in den besten Händen. Viele Bedürfnisse des Tieres bleiben notgedrungen ungestillt, während die ewigen Verbote Hund wie Herrchen gleichermaßen nerven. Das traurige Ende: Viele Jagdhunde werden überfahren oder eingesperrt, wandern ins Tierheim oder entwickeln Verhaltensauffälligkeiten.
Nach den Empfehlungen seriöser Zuchtverbände sollten spezielle Jagdhunde nur gegen Vorlage eines Jagdscheins abgegeben werden. Manche Züchter drücken aber gern ein Auge zu, wenn der Preis stimmt. Doch von dem Geschäft profitieren weder Hund noch Käufer. Aus diesem Grund sollten Vierbeiner mit feinem Näschen und gut entwickelten Jagdtrieb nur von Jägern gehalten werden - schon im Interesse der städtischen Enten, Tauben und Kaninchen.
Genau dies ist auch einer der Gründe vieler anerkannter FCI-Weimaraner-Züchter (und somit "Hüter der Rasse") bestimmte Anfrager abzulehnen und/oder deutlich im Voraus verstehen zu geben, dass eine Abgabe an Nichtjäger nicht erwünscht ist.
Hier die Erklärung von einem anerkannten Züchter des Weimaranerklub e.V. Marcus Ehmann ("Weimaraner von der Vogelweide"):
Gerne möchte ich auch versuchen zu erklären, warum wir keine Weimaraner an Nichtjäger abgeben.
Zunächst einmal muss ich sagen, das Weimaraner durchaus auch nichtjagdlich sinnvoll beschäftigt werden können und wir damit überhaupt kein Problem haben.
Nun ist es so, dass wir unsere Welpen mit großem Zeitaufwand auf Ihre jagdlichen Aufgaben vorbereiten. Auch die Auswahl und Ausbildung der Elterntiere im jagdlichen Bereich ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Da wir sehr konsequent darauf achten, nur Hunde zur Zucht einzusetzen, die Eigenschaften mitbringen, die für die Jagd sehr wichtig sind und außerdem eine ausgeprägte Wesensstärke mitbringen, mussten wir gut 5 Jahre warten, bis wir wieder einen geeigneten Hund zur Zucht einsetzen konnten.
Hinter dem steht eine riesiger Zeitaufwand von sicher weit über 1000 Stunden und Fahrstrecken von weit über 30.000 Kilometern. Und das nur, um Jagdhunde auf die Jagd vorzubereiten. Wäre es nicht absurd, diesen Aufwand zu betreiben, um den Hund nachher an jemanden abzugeben, der ihm das Jagen abgewöhnen muss?
Der nächste Grund ist, dass wir den Erfolg bzw. das Ergebnis unserer Zucht nur beurteilen können, wenn unsere Welpen auf jagdlichen Prüfungen geführt werden und in der Jagdpraxis zum Einsatz kommen." Zitatende.
Meiner Meinung nach erklärt Herr Ehmann sehr verständlich worum es den meisten Züchtern, die unter dem Weimaranerklub e.V. (oder anderen anerkannten FCI Vereinen) züchten, geht.
Just wurde ich (aus dem Gespräch heraus) auf einer FCI-Ausstellung gefragt, ob ich den Weimaraner als Rasse empfehlen könne. Ganz spontan und aus der Quelle meiner eigenen Begeisterung für den Weimaraner heraus antwortete ich: "Ja, aber nicht als Anfängerhund!"
Ich ging weiter und grübelte, ob dies auch wirklich eine gute Antwort gewesen ist.... Schliesslich empfiehlt man dem Gärtner ja auch keinen Bock als Haustier...

Fragen über Fragen....
Ich erhielt auch eine freundliche aber besorgte Antwort aus Österreich vom Gstettenhof:
ZITAT:"Vom Gstettenhof sind schon fast 100 Weimaranerwelpen in 12 verschiedene Länder gegangen; ich habe viele liebe Leute kennengelernt, aber auch natürlich weniger Erfreuliches! Je bekannter ein Zwinger ist desto leichter bekommt man Anfragen!
Natürlich habe ich auch schon Welpen an nichtjagende Familien abgegeben; mit der Bitte die Hunde auch richtig abzuführen sind einige nachträglich zur Jagd gestoßen!
Je bekannter ein Zwinger desto mehr Anfragen, umso mehr kann ich auch selektieren!
Klingt sehr überheblich und "Besserwissend", aber schließlich und endlich bin ich verantwortlich für das Wohlergehen meiner Kleinen!
Man braucht nur die überfüllten Tierheime zu besuchen; für mich eine Katastrophe und Tierquälerei höchsten Ranges!" Zitatende Herr R. Broswimmer (Züchter im Österreichischen Weimaranerklub - "Vom Gstettenhof")
Die guten Züchter, so wird deutlich, entscheiden also im Sinne ihrer Hunde, ihrer Welpen für die sie Verantwortung tragen und nicht um kommerziellen Gewinn zu erzielen.
Ich habe aufgrund einer sehr netten E-mail von einer Besucherin meiner Webseite entschieden, dass auf dieser Seite, wo es doch um ein so heikles Thema wie "Jagdhunde an Nichtjäger" geht, Platz für Kommentare von Euch Lesern sein soll.
Ich bin durch Zufall auf eure Homepage gestoßen und finde diese sehr informativ. Überhaupt die Rubrik mit Zucht und UnOrdnung habe ich spannend verfolgt.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich genau zu diesen Leuten zähle über die berichtet wurde. Ich habe vor fast 15 Monaten einen Weimaraner von einem sogenannten "Schwarzzüchter" gekauft. Denn ich habe in Österreich keinen Weimaraner Züchter gefunden, der mir als Nicht Jägerin einen Weimaraner verkauft hätte. Ich bin meistens schon am Telefon abgeblitzt. Mein Wünsch nach einem Grauen war aber so groß, dass ich mich auch in Nachbarländern umgehört habe. So bin ich auch einen ?Züchter? gestoßen, der Weimaranerwelpen ohne Papiere zu vergeben hatte. Natürlich habe ich nachgefragt, beide der Eltern hatten ungarische Papiere (keine Ahnung ob die echt waren), aber er wollte sich bei keinem Zuchtverband anmelden und so mit kosten sparen, das gab er offen zu. Ich besichtigte die Welpen und war sehr überrascht. Er hatte nämlich keine Zwingerhaltung, die Kleinen durften überall hin und hatten einen großen Welpenspielplatz, waren geimpft und gechipt. Endlich ging mein Wünsch in Erfüllung und so zog Charissma (Hündin) als Zweithund bei mir ein.
Ich bin in Augen der meisten Weimaranerzüchter komplett ungeeignet, denn ich wohne mit 2 Hunden in einer 45 m2 Wohnung in der Stadt und bin noch dazu keine Jägerin, doch ich behaupte felsenfest, dass es meiner Hündin an nichts fehlt. Denn sie klebt immer an mir, egal in welchem Zimmer ich bin, sie ist bei mir. Ich glaube ihr würden auch nur 10 m2 reichen, wenn ich nur bei ihr bin. Ich nehme beide Hunde in meine Arbeit mit und danach gehört meine ganze Freizeit ihnen.
Seit kurzem bestätigt sich auch für Außenstehende meine Wahl zu einem Weimaraner, denn unsere harte Arbeit erntet Erfolge.
Geistige Auslastung:
Charissma schloss den Welpenkurs erfolgreich ab, bestand die Junghundeprüfung mit voller Punktezahl (100), absolvierte mit 12 Monaten die BHG 1 mit "VORZÜGLICH" 97 von 100 Punkten, Startete mit 14 Monaten bei der Meisterschaft in Baumgarten und erhielt dort 87 Punkte (gut), Wird voraussichtlich im November bei der BGH 2 antreten, macht aus Spaß die Rettungshunde-Ausbildung, Und hat vor 2 Wochen mit Obedience angefangen und zeigt sich sehr gut.
Aussehen:
Charissma hat bei einer Rassehundeausstellung ohne Zuchtbuch den 1. Platz gemacht, also zum Glück nicht mit Fehlbildungen oder anderes.
Ich möchte mit dieser E-Mail Züchter bitten, uns Nicht Jäger auch eine Chance auf einen Weimaraner Welpen mit Papiere zu geben. Denn natürlich hätte ich lieber einen Welpen von seriösen Züchtern bekommen, aber möchte Charissma auf keinen Fall eintauschen. Und Hunde nur wegen Geld zu Züchten finde ich bei jeder Rasse das aller Letzte.!!!!
Daniela aus Wiesbaden (Deutschland) schreibt mir am 26.nov. 2009:
Katharina aus Österreich schreibt mir am 22.nov. 2009:
Hallo Susanne und Knud!
Ich kenne die Problematik von Jagdhunden und Nichtjägern sehr gut.
Ich selbst wollte mir vor knapp 3 Jahren einen Weimaraner, nach langer Überlegung, anschaffen. Doch in Österreich einen Züchter zu finden, der Weimaraner mit Papieren an Nichtjäger abgibt, ist wirklich sehr schwierig (wie Sabine bereits sagte). Es gab nur eine Züchterin, die auch Weimaraner an Nichtjäger abgegeben hätte.
Doch bei aller Liebe zum Hund, war der Preis doch etwas weit her gegriffen.Da mein Onkel Jäger ist, habe ich ihn um Rat gefragt. Das Interessante daran ist, dass er meint, kaum einer aus seinem Jagdverein kauft seine Hunde in Österreich, meist kaufen sie ihre Hunde aus Ungarn. Da ich bisher keinen Hund hatte, wurde mir auch empfohlen, vor dem Weimaraner einen Vizsla zu nehmen und ich kann nur eines sagen, ich habe es nie bereut!
Nach langem Suchen habe ich dann eine seriöse Züchterin in Ungarn gefunden.
Ich konnte mir die Welpen anschauen, sowie auch ihren ganzen Zwinger. Ich muss sagen ich war mehr als begeistert, vor allem als ich meinen "Schatz" das erste mal sah.
Sie hat uns sogar beraten welche Hündin wir wählen sollten, denn man kann schon im Alter von 5 Wochen erkennen, welche Hunde sich eher für die Jagd eignen und welche nicht.
Was ich hiermit sagen möchte ist, man kann auch im Ausland seriös Hunde kaufen. Denn ich habe meine Hündin gechipt, mit FCI-Stammbaum und EU-Pass bekommen.
Was ich noch anmerken möchte, wir führen Amy auch nicht als Jagdhund und ich kann jetzt nicht behaupten, dass sie unterfordert wäre. Es muss einem vor der Anschaffung klar sein, dass so ein Hund viel Zeit, Geduld, Liebe... etc fordert.
Aber ich glaube das benötigt jeder Hund und ich finde da gibt es keinen Unterschied ob man nun Jäger ist oder nicht.
Denn wenn ich den Vergleich zwischen meinem Hund und den Hunden meines Onkels ziehe, ist es so, seine Hunde sind reine "Gebrauchshunde", sind meist im Hof bzw in ihrem Zwinger und haben kaum Anschluss an die Familie. Bei uns ist Amy ein reiner Familienhund, sicher ist es nicht im Sinne aller Züchter, aber um nichts in der Welt würde ich diese treue Seele eintauschen.
Wenn ich ehrlich bin, wäre Amy auch nicht für die Jagd geeignet, sie ist eine feige Nuss und hat sogar Angst vor unserer Katze :).
Ich weiß eure Seite ist nur über Weimaraner, aber sie hat mir so gut gefallen, dass ich einfach etwas dazu schreiben musste.
Lg Katharina

Hallo,
ich wollte auch etwas zu dem Brennpunkt Thema "(Schwarz-)Zucht" schreiben.
Wir züchten selbst Parson Russel Terrier und haben eine Weimaraner Hündin "Freya".
Ich finde Hr. Ehmann hat den Nagel auf den Kopf getroffen. In dieser Ansicht sind wir doch sehr seiner Meinung.
Es macht keinen Sinn für ZÜCHTER oft lange Jahre nach einem geeigneten Zuchthund zu suchen, viele Kilometer zu fahren für Prüfungen, Übungstage, viel Geld auszugeben für Voruntersuchungen wegen vererblicher Krankheiten,lange Zeit damit verbringen, die optimalen Elterntiere zu finden, nur die Tiere zu verpaaren, die jagdlich sehr gut sind - wenn sie das dann später nicht unter Beweis stellen dürfen (und wir Züchter bekommen keine Rückschlüsse auf unseren Zuchterfolg, weil die Prüfungsergebnisse fehlen) und es bei ihrem späteren Besitzer NICHT sollen und dürfen?
Allerdings schauen wir auch den Jägern auf die Finger - Ein Jagdschein bedeutet bei uns nicht, dass der Inhaber auch einen Hund von uns bekommt, denn was nützt uns "der Jagdschein", wenn nicht zur Jagd gegangen wird und die Hunde alle Schaltjahr mal ne Nachsuche machen?..(Ist mir von vielen bekannt)...das lastet die Hunde nun wirklich nicht aus.
Da tritt dann schon mal eine grosse Ausnahme ein und wir geben einen Welpen vielleicht an einen Nichtjäger, der dafür aber auslastend Hundesport betreibt.
Aber wie gesagt - derjenige müsste uns schon sehr überzeugen....und es bleibt eine Ausnahme!
Wäre mein Mann kein passionierter Jäger - ich würde mir selbst keinen Jagdhund holen.
Ich selbst bin immer mit unseren meist 3-5 Hunden unterwegs und kann nur sagen - da weht ein ganz anderer Wind!
Entspanntes "NUR" spazieren gehen ist nicht möglich. Ein Jagdhund ist "immer" im Dienst,seufz....
Es sind tolle Hunde, wenn sie ausgelastet sind!
Lg Dany
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