Neues von Sammy
Weimaraner Sammy und sein Baby Luisa Marie
Im vergangenen Jahr ( 2009 ) war die Geburt unseres Töchterchens Luisa Marie das wichtigste Ereignis für Sammy und seine Familie !!
Schon 3 Tage nach der Geburt war meine Frau wieder daheim in ihrer gewohnten Umgebung und wir waren gespannt, wie Sammy auf die neue Erdenbürgerin reagieren würde!
Wir hatten ja gesehen wie vorsichtig er mit den Katzenbabys umgegangen ist, aber ein Menschenbaby ist doch etwas anderes!
Wir ließen Sammy gaaanz vorsichtig an Luisa schnuppern und er war augenscheinlich sehr unsicher ,wie er sich verhalten sollte. Er schaute immer wieder zwischen uns und dem Baby hin und her und wedelte mit dem Schwanz. Aber schon am Abend hatte ich das Baby auf dem Arm und er lag auf der Couch mit seinem Kopf auf meinen Beinen. Für ihn hatte sich nichts geändert und war so zufrieden.

Die nächsten Wochen vergingen und wir unternahmen ausgedehnte Spaziergänge mit Sammy und Luisa im Kinderwagen, was ebenfalls neu für ihn war.
Bei mir änderte sich in dieser Zeit auch etwas:
Ich machte mich, in unmittelbarer Nähe unseres Wohnortes, im Autoverkauf selbstständig und hatte so wieder viel mehr Zeit, mich um Sammy und den zweibeinigen Familienzuwachs zu kümmern. Ganz zur Freude von Sammy und meiner Frau.
Als Luisa ein paar Monate alt war, ging meine Frau wieder mit Sammy in den Einzelunterricht, was ich für sehr wichtig halte, denn unser Sammy ist ein Sturkopf hoch zehn!
Wenn er nicht ständig unter Kontrolle ist „ vergisst „ Herr Hund schon mal das Grundlegende und man fängt wieder ganz von vorne mit dem Üben an.
Und auch das Alleinsein will geübt sein - Da ich jeden Tag arbeite und meine Frau ab und an auch mal mit dem Baby
zum Kinderarzt muss, bleibt Sammy in dieser Zeit alleine zuhause.
Seine Meinung dazu könnt ihr Euch vorstellen:
„ Warum kann ich denn nicht mit? Ich will doch überall dabei sein!“
Ein lang anhaltendes, Nachbarn ärgerndes Bellen und Heulen war sein Kommentar.
Kurzum: Es dauerte einige Monate bis er akzeptierte, dass er doch nicht überall dabei sein kann!
Und wir lernten schnell, was wir machen mussten, damit Sammy alleine im Haus ruhig blieb.
Denn je ausgelasteter er war ,um so problemloser blieb er ruhig ein paar Stunden alleine daheim. Meistens schlief er in der Alleinzeit und kam dann freudestrahlend auf uns zu, wenn wir wieder nach Hause kamen. War Sammy jedoch gelangweilt, frass er ab und an auch mal einen Schuh an oder hortete dieselben bei sich im Korb.
Sah lustig aus: wir kamen heim und er hatte sich 6 oder 7 Schuhe gemopst, die er in seinem Korb um sich herum wie Trophäen verteilt hatte.
Mittlerweile gibt es aber kaum noch Probleme, denn er hat verstanden, das Herrchen und Frauchen immer wieder kommen.
Inzwischen ist unser Hundi auch fast ausgewachsen und wiegt 40 kg (!). Er bekommt noch immer 2 Trockenmahlzeiten am Tag und ab und an Leckerlis, wenn er seine Aufgaben ordentlich erfüllt. Ok. ,er bekommt die Leckerlis eigentlich immer…
Wir üben viel mit dem Dummy, machen Mantrailing ( das liebt Sammy besonders! ), legen Leckerli-Spuren, lassen ihn den Dummy auch mal suchen und verstecken ihn in Astgabeln oder im Bach, so dass er sich schon anstrengen muss, um Erfolg zu haben. Wir haben mittlerweile den Eindruck, je schwieriger die Aufgaben sind, umso begeisterter geht er ans Werk. Es ist wirklich eine Freude ihm bei der „ Arbeit“ zuzuschauen.

Was auch sehr schön ist, dass keinerlei Erwartungen an uns Menschen stellt. Herr Hund geht auch ganz normal mit uns spazieren und findet in Feld und Wald genügend Spuren, die ihn interessieren. Sammys Jagdtrieb ist bei Weitem nicht so ausgeprägt, wie bei manch anderen Weimaranern über die ich gelesen habe.
Sammy rennt mal ein paar Vögeln hinterher und auch Hasen oder Rehe waren in seinem Sichtfeld, aber die Hinterlassenschaften seiner Hundekollegen waren in diesen Augenblicken doch wichtiger…
Wenn er wirklich mal auf dem Sprung ist, weil er etwas Spannendes erblickt hat, dreht er sich zu uns um, mit fragendem Blick: „ Darf ich da hinterher, oder muss ich da bleiben? „
Selbst große Reiher, die er in ca 50 m Entfernung erblickt, lassen ihn kalt. Darüber sind wir erstaunt und erfreut zugleich, denn wir wollen ihn ja, wie im ersten Bericht schon erwähnt, nicht jagdlich nutzen.
Im Winter ist er absolut schneeverrückt und da wir in diesem Winter ja reichlich Schnee hatten, konnte er es kaum erwarten nach draußen zu kommen ,um im Schnee herumzutollen und Schneebällen hinterher zu jagen! ( oder Schneemänner anzubellen, die ihm nicht ganz geheuer waren! )
Jetzt im Sommer sind wir so oft es geht im Garten.
Wir haben eine große Beerenecke ( Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Jostas ) und Sammy ist immer mit dabei, wenn es ans Ernten geht und dabei können auch schon mal ein paar Beeren herunterfallen, die er mit großem Vergnügen vertilgt.
Er ist halt an allem interessiert was so kreucht und fleucht und an seinem lieben Wesen hat sich nichts geändert.
Damit er etwas ruhiger wird, wenn er an der Leine geht und was die Hundekollegen betrifft ( speziell die Damen ) hat er einen Kastrationschip bekommen. Wir wollten erst einmal diesen Versuch starten, um zu sehen, ob er wirklich ruhiger wird, bevor es ihm ans „ Eingemachte“ geht.
Er ist in den letzten Monaten wirklich ruhiger geworden und läuft besser a n der Leine.

Wenn wir zum Beispiel Samstags beim Bäcker Brötchen holen gehen, lasse ich ihn seit neuestem sein eigenes Brötchen in der Tüte tragen. Da ist er superstolz und lässt sich durch nichts mehr ablenken.
Daheim bekommt er dann sein verdientes Leckerli und freut sich wie Bolle!
Ich lese gerne in Weimaranerforen, was andere Weimibesitzer so mit ihren Hunden anstellen und da bin ich auf die Brötchengeschichte gestoßen und habe das sofort ausprobiert.
Fazit: wir sind sehr glücklich mit unserem Traumhund und bereuen es nicht einen solch anspruchsvollen Hund geholt zu haben.
Er ist der Familienhund, den wir uns gewünscht haben. Er geht sehr liebevoll mit Luisa um und frisst ihr quasi aus der Hand. Sie teilt jeden Brotkanten mit Sammy (!) und wenn die Beiden sich später mal zusammen tun, werden wir sicher noch viel Freude haben.

Ein paar Macken gibt es allerdings noch einzudämmen:
Sammy bellt jeden Radfahrer, Jogger oder Postboten an, der am Haus vorbeiläuft. Aber damit können wir leben und es gehört ja auch zu seinen Aufgaben Haus und Hof zu bewachen.
Er wurde vor kurzem 2 Jahre alt und wir wollen keinen Tag mit ihm missen…
Dennoch sei auch hier noch einmal ausdrücklich erwähnt, er ist und bleibt kein einfacher Hund, mit dem man mal so kurz vor die Tür geht und gut ist.
Wer sich die Zeit nicht nehmen kann, ihn richtig auszulasten, sollte sich definitiv keinen Grauen zulegen.
Wir hoffen, dass wir noch viele glückliche Jahre mit unserem Sammy verbringen dürfen und sind gespannt , was wir noch so alles mit ihm erleben.
Liebe Grüße aus Reinheim im Odenwald
Familie Wolfraum mit Sammy| < Zurück | Weiter > |
|---|
Die neuesten Kommentare unserer Gäste
- ich kann alles gelesene hier nur unterschreiben......meine Leidenschaft als "Nichtjäger" fing mit einem Vizslawelpen an. Eine absolut trau... weiterlesen...
- Jagdund ist nicht gleich Jagdhund. 4 Jahre führte ich einen aus dem Tierheim geholten DK. Corona meine Weimaranerhündi n ist nun 3.5 Jahre... weiterlesen...
- hallo wollte hier auch nochmal was schreiben, ich finde deine seite ja echt super, aber du schreibst auch das man sich nach einem guten FC... weiterlesen...
- Vielen Dank für die kritischen Anmerkungen zum Weimaraner. Auch wir können dem nur Zustimmen. Die große Weimaranerprobl ematik macht Kramb... weiterlesen...
- Diese Jacke möchte ich verkaufen! Bei Interesse bitte schreibt mir ne email per kontaktform. Die Grösse ist angegeben mit 40, aber sie fäl... weiterlesen...
- Hallo Toni, sehr interessant, was da so vor sich geht. Beim Patentamt hat der Nationale Rassehunde Club Deutschland e.V. seinen "Internati... weiterlesen...



