Ursprung
Der Weimaraner erhielt seinen eigenen Rassestandard im Jahre 1897, im selben Jahr, als der Weimaraner Klub eV in Deutschland gegründet wurde.
Man vermutet, dass der Name Weimaraner daher stammt, dass diese Rasse am Hofe des Grossherzoges Karl August zu Sachsen-Weimar-Eisenach (Jägerhof) im späten 1800 gehalten wurde.
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FCI-Standard
Klassifikation: FCI Gruppe 7 (Vorstehhunde), Sektion 1.1
(Kontinentale, Vorstehhunde des Typs "Braque" (Vogelhund)). Mit Brauchbarkeitsprüfung.
Allgemeines Erscheinungsbild: mittelgroßer bis großer Jagdgebrauchshund, zweckmäßiger Arbeitstyp, formschön, sehnig, mit kräftiger Muskulatur.Der Rüden - bzw. Hündinnentyp soll eindeutig ausgeprägt sein. weiterlesen...
Temperament
Damit der Weimaraner für seine (Arbeits-) Bestimmung nützlich und ausbildbar ist, muss er ein "korrektes" Temperament haben, welches daraus besteht - sowohl ALLE diese Instinkte zu zeigen, als auch ein "gesundes" Basistemperament zu besitzen.
Show- oder Jagdhund
Viele Anhänger des "Arbeits"-typus schwören, dass der Show-Weimaraner nur gut aussieht. Fakt ist jedoch, dass der Showhund, wenn der Charakter der Rasse bewahrt wurde, durchaus ein ausgezeichneter Jäger sein kann, was man an den vielen Dual-Champions (DC) unter anderem in den USA sieht.
Häufig sind in einem Wurf, selbst wenn alle physisch korrekt sind, einige Welpen besser zur Jagd geeeignet als andere.
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Jagdprüfungen
VJP - Sinn und Aufgabe dieser Prüfung ist es, die Anlagen des Jagdhundes festzustellen, um so auf seine spätere Eignung und Verwendung im Jagdbetrieb schließen zu können.
Die VJP beinhaltet bei den Vorstehhunden fünf Prüfungsfächer und dauert einen Tag.
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Laut Spira1, ist "Angulation" wohl einer der am häufigsten angewendete (und oft missbrauchte) Begriff unter Hundeenthusiasten.
"Angulation" steht für die Winkel, die durch Knochensammlungen an verschiedenen Stellen im Körper gebildet werden (Articulations), insbesondere die Schulter, das Knie und das Sprunggelenk; Vorfuss und Beckenregion sind ebenso gemeint.
Allgemeine Begriffe wie Winkelung der Vorhand und Hinterhand werden angewandet, wenn es um eine Kombination von Winkeln in diesem Bereich geht.
Ein Hund, der seiner Rasse nach eine korrekte Winkelung aufweist, wird als gut gewinkelt oder "well-turned" bezeichnet.
Es gibt Variationen in dem, was als korrekte Winkelung für die jeweilige Rasse angesehen wird. Obgleich es doch eine Basis-Gleichheit gibt, die zeigt, wie eine gute Winkelung für die meisten Rassen aussieht, damit sich der jeweilige Hund leicht und geschmeidig bewegen kann.
Ganz allgemein - wenn die Winkelung der Vorderhand der Hinterhand in etwa gleicht, wird man sagen, dass der Hund in Balance ist, selbst wenn sowohl die vordersten und hintersten Winkel geringer sind, als das Ideal für die Rasse.
Ein Hund, der in Balance ist, wird sich normalerweise fliessender bewegen und eine grössere Ausdauer haben, als ein Hund mit grossen Winkeln ( Hinterhand oder Vorderhand ), die nicht ausbalanciert sind.
Aber es gibt in keinster Weise gemeinsame Absprachen, wie man die verschiedenen gleichen Winkel messen soll, und wo die spezifischen Punkte liegen sollen, die speziell für diese Messungen ausgewählt werden und das Ergebnis beeinflussen können.
Noch gibt es Einigkeit darüber, welcher Grad der Winkelung den idealen Standard für den generischen Hund ausmacht; das heisst, für den Hund, der sich sehr fliessend mit Geschwindigkeit und Ausdauer bewegt.
Insbesondere der sogenannte Schulter- "Layback" Winkel, der von der Wirbelsäule in Höhe des Schulterblattes vertikal gemessen wird, wird oft als ideal bei einem 45 Grad Winkel betrachtet(Spira1, Lyon2).Dieser wird allerdings heftig bei Elliot3 diskutiert, der meint, dass dieser Winkel zu extrem sei und konstatiert, dass dieser das untere Ende des Schulterblattes so weit nach vorne bringt, dass es die eigentliche Stabilität durch den Brustkasten verliert. Elliott zieht daher einen Winkel von 60 Grad vor, der eher dem Ideal der meisten Rassen entspricht. Eine gemeinsame Methode der Evaluierung von Knochendrehungen in der Vorhand ist eine Linie vom obersten Punkt des Schulterblattes bis zur Hervorhebung des Oberarmbeines (Schultergelenk) zu zeichnen und von hieraus eine weitere Linie bis zum Ellenbogen. Als eine generelle Regel, sollte der Abstand zwischen diesen Referenzpunkten als ungefähr gleich ertastet und gesehen werden können und wenn die Vorderhand ausbalanciert ist, liegen die Ellenbogen auf einer vom hintersten Winkel des Schulterblattes senkrecht abfallenden Linie. Eine weitere Methode diesen Winkel zu messen ist, die Kante des Schulterblattes zu ertasten und den Winkel zwischen dieser Kante und der Drehung des Oberarmbeines (gemessen von der obersten Mitte bis zum niedrigsten Punkt (nicht Ellenbogen)zu bestimmen. Letztere Messung unterscheidet sich von der ersten dadurch, dass sie den Eindruck eines geringeren "Layback" der Schulter erweckt und einen grösseren Winkel zwischen Schulter und Oberarmbein. Aber das Resultat ist realistischer, in Bezug auf die faktische Plazierung der Knochen und deren Winkel. Das nominelle Ideal dieses Winkels entspricht 90 Grad, wobei die meisten Rassen eher bei bis zu 105 Grad liegen und die meisten Terrierrassen sogar bei mehr als 130 Grad. |
Der Winkel des Vorfusses sollte in sekrechter Richtung gemessen bei etwa 20 Grad liegen; ein grösserer Winkel deutet auf einen schwachen Vorfuss. |
Die meisten Standards schlagen eine Winkelung von etwa 90 bis 110 Grad für die Hinterhand vor, sodass sie der Winkelung der Vorderhand gleicht.Der hinterste Winkel (Winkel des Kniegelenks) wird entlang der Achse (in Längsrichtung) des Oberschenkelbeines und des Wadenbeines/Fibula gemessen. In der Praxis variieren die meisten Kniewinkel von 110 bis zu 130 Grad, wobei der Chow Chow als Extremist einen Winkel von 150 Grad hat. Die Hinterhandwinkelung inkludiert manchmal auch den senkrechten Winkel der Hüfte (die Neigung des Beckens). Länge und Neigung des Beckens kann man durch eine gezeichnete Linie von der vordersten Kante der Hüfte (Ilium) bis zum Sitzbein (Ischium) estimieren. Die Neigung des Beckens und die Lendenlinie sollte man nicht miteinander zu verwechseln. Während die Lendenlinie und der Rutenansatz von der Neigung des Beckens beeinflusst sein können, wird die "Outline" mehr von der Beugung, Senkung oder Streckung des lumbalen Teiles der Wirbelsäule beeinflusst. Der Winkel zwischen dem Mittelfuss und dem Wadenbein ist ebenso bedeutend. Der hintere Mittelfussknochen sollte senkrecht sein, aber wenn der Winkel des Sprunggelenks zu gross ist, wird der hintere Mittelfussknochen nach hinten neigen und wenn der Winkel zu gering ist, wird dies verursachen, dass der Hund über sich selbst steht. |
1 Spira, Harold R., Canine Terminology, Howell Book House, Inc., New York, 1982.
2 Lyon, McDowell, The Dog in Action, Howell Book House, Inc., New York, 1985.
3 Elliot, Rachel Page, The New Dogsteps, Howell Book House, Inc., New York, 1983.
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