Zucht und UnOrdnung
7 kleine Weimaraner- welpen suchen ab Anfang - Mitte Juni ein liebevolles Zuhause!!! Der stolze Vater ist Ruffi – er hat einen Stammbaum und ist ein reinrassiger Langhaar Weimaraner. Die liebevolle Mama ist Bella , auch Sie ist ein reinrassige Kurzhaar Weimaraner Hündin – allerdings habe ich von Ihr nicht den Stammbaum.
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Schwierige Schönheit
Sein Schutztrieb ist neben dem Jagdtrieb nicht zu unterschätzen: Er steckt in jedem dieser Hunde, egal woher er kommt, und man muss immer damit rechnen, dass der Vierbeiner ihn auch zeigt. So ist es unabdingbar, einen Weimaraner auf jedem Spaziergang sofort abzurufen, sobald man Menschen begegnet, denn er könnte sie als Gefahr einstufen und stellen.
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Modehund
Das Multimedia Zeitalter schreitet allerdings unaufhaltsam voran, produziert stetig neue Bedürfnisse bei optisch-orientierten Menschen, die sich durch einfachstes Such und Klick im Internet ihren Bedarf an Statusobjekten erfüllen. Der Weimaraner bleibt trotz aller heftigster Abstandnahme des Klubs davor nicht verschont und droht, wie viele andere Rassen vor ihm zum Modehund zu werden.
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FCI nicht gleich F.C.I.
Der BRV (Bayerischer Rassehunde Verband e.V.) war mir schon suspekt, als ich dort einmal eine Ausstellung besuchte. Ich wollte zwei Hündinnen melden, eine in der Zuchtklasse, eine in der Offenen Klasse. Nach der Zahlung des Betrages bekam ich die Meldescheine. Als ich den einen ausgefüllt retour gab und nach der Zwischenklasse fragte, wurde mir gesagt, daß es die nicht gäbe.
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Vermehrer?
Ein Vermehrer dahingegen (wie der Name schon sagt) ist ein Mensch, welcher sich zur Berufung gemacht hat Tiere ohne Sinn und Verstand zu verpaaren und zu vermehren. Diese sogenannten Schwarz"züchter", Hinterhof"züchter" halten sich nur an ihre eigene Richtlinie, welche "grösstmöglicher Profit mit geringstem Einsatz" ist.
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Mannschärfe
Der Weimaraner Klub e.V. hat das Zuchtziel "Mannschärfe" aus seiner Zuchtordnung entfernt.
Ein mannscharfer (sprich: offensiv aggressiver) Jagdhund ist nicht mehr wünschenswert und daher wird dieses Merkmal nicht mehr geprüft und in der Zucht nicht mehr gewichtet.
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Temperament
Damit der Weimaraner für seine (Arbeits-) Bestimmung nützlich und ausbildbar ist, muss er ein "korrektes" Temperament haben, welches daraus besteht - sowohl ALLE diese Instinkte zu zeigen, als auch ein "gesundes" Basistemperament zu besitzen.
Show- oder Jagdhund
Viele Anhänger des "Arbeits"-typus schwören, dass der Show-Weimaraner nur gut aussieht. Fakt ist jedoch, dass der Showhund, wenn der Charakter der Rasse bewahrt wurde, durchaus ein ausgezeichneter Jäger sein kann, was man an den vielen Dual-Champions (DC) unter anderem in den USA sieht.
Häufig sind in einem Wurf, selbst wenn alle physisch korrekt sind, einige Welpen besser zur Jagd geeeignet als andere.
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Jagdprüfungen
VJP - Sinn und Aufgabe dieser Prüfung ist es, die Anlagen des Jagdhundes festzustellen, um so auf seine spätere Eignung und Verwendung im Jagdbetrieb schließen zu können.
Die VJP beinhaltet bei den Vorstehhunden fünf Prüfungsfächer und dauert einen Tag.
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Blaue Weimaraner
Die warme, schiefergraue Farbe, die auch als "blau" bezeichnet wird, ist bei Weimaranern das Ergebnis von dem, was die Wissenschaft eine genetische Mutation nennt. Verfügbare Daten zeigen, dass diese Mutationen in sehr seltenen Abständen in der Geschichte der Rasse auftraten. Soweit bekannt ist, ist diese blaue Mutation zweimal im letzten Vierteljahrhundert erschienen und zwar nur in Europa.
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Mythe Rauhhaarweim
Es wurde mit vielen deutschen Züchtern diskutiert - Der rauhaarige Weimaraner ist und bleibt ein Mythos.
Denn wenn man vom Rauhaarigen spricht, dann spricht man vom Slovensky Hrubosrsty Stavac (Ohar), Slowakischer Rauhbart.
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Weimaraner im Maulkorb
Schein gleich Sein?
oder "Die kleinen Freuden im Hundewald"
Jetzt ist sie da wieder - die Zeit der Frühlingsgefühle, die Lust auf frühlingsfrische Waldluft und die Zeit sich in der blühenden Natur niederzulassen und ganz öffentlich seine Notdurft zu verrichten..... Und ich meine nicht unsere Vierbeiner, die ja bekanntlich noch nicht so zivilisiert sind die öffentlichen Toiletten zu benutzen zu können.
Jeden Tag ob Regen oder Sonnenschein, zieht es mich und meine beiden Weimaraner in den Hundewald von Liseleje - ein nicht umzäunter Wald, welcher zwischen Strand und Naturschutzgebiet in einem der wundervollsten Feriengebiete Nordsjællands liegt. Es ist eines der grösseren Freilaufgebiete, wo Hund und Halter ganz unbeschwert ( Rücksichtnahme ist selbstverständlich! ) ohne Leine wandern, schnüffeln und ein wenig Freiheit geniessen dürfen.

Dass auch Radfahrer, Reiter und Jogger die Idylle in "unserem" Hundewald suchen, damit haben sich wohl mittlerweile die meisten Hundebesitzer hier abgefunden und gelernt stets ein waches Auge und gespitzte Ohren zu haben, um den freilaufenden Vierbeiner möglichst noch vor einer Kollision in Sicherheit bringen zu können.
Ein ungeschriebenes Gesetz in "unserem" Doggyforrest besagt nämlich, dass, obwohl Hunde hier laut Beschilderung zwar ohne Leine laufen dürfen - Hunde hier aber noch lange nicht frei laufen können!
Verwirrt? - Das kann ich gut verstehen.
Ich fange am Besten von ganz vorne an...
Meine beiden grauen Begleiter lieben es sich frei und schnüffelnd, mit tiefer Nase - wie der Jäger sagt - in der Natur zu bewegen und was liegt da näher, als ihnen diese Freude im nahen Hundewald zu gewähren?. Ganz nach Jahreszeit und Wetterlage sind hier Spannung, Erholung, Freude oder auch Ärgernisse zu erwarten. Und gerade dies macht unseren täglichen Ausflug ins Unterholz zum Erlebnis der besonderen Art.
Erlebnisse auf welche wir allerdings gerne verzichten würden sind von bräunlich klebriger, übel riechender Konsistenz und verbergen sich gern ein paar Meter rechts und links des Waldpfades hinter Büschen und Bäumen, manchmal auch im Windel-Tarnkostüm.
Da mein Eric nun aber ein Spezialist im Trailen, ein Experte im blitzschnellen Vertilgen dieser stinkenden menschlichen Hinterlassenschaften, aber auch das Model eines Hundes ist, welcher sich durch nichts und niemanden von seiner (menschlich gesehen) unappetitlichen Vorliebe abbringen lässt - habe ich seine Freiheit im Hundewald durch einen Maulkorb beschnitten.

Und das hatte Folgen!
Wichtig ist für mich, dass Eric nicht immer und immer wieder mit gesundheitlichen Problemen, ob seiner kulinarischen Gelüste, kämpfen muss. Und dies kann ich durch den Einsatz des Maulkorbes erheblich reduzieren. Zwar findet der geübte Trailer hin und wieder doch noch braune halbfeste "Leckerbissen", welche er durch die Gitterstreben seiner Fresssperre hindurch auflecken kann. Allerdings in wesentlich geringerer Menge und ganz erheblich durch das ungeliebte Ding auf der Nase behindert.
In den meisten Fällen kann ich nun allerdings doch seinen Kot-Verzehr ganz verhindern oder abbrechen - was ein wesentlicher Pluspunkt für Eric (auch wenn er es selbst nicht einsehen will) und seine Gesundheit ist.

Ein Weimaraner mit Mundkorb (nicht Eric).
Allerdings hat dieses Drahtgeflecht auf seiner Nase nicht nur positive (wenn auch diese ausschlaggebend sind) Effekte - wie sich jeder Hundebesitzer sicherlich gut vorstellen kann.
Nicht erst seit der "Kampfhunde"-Problematik wird ein Hund mit Maulkorb in die Schublade "Gefährlicher Hund" eingestuft und möglichst weiträumig gemieden. Obwohl ein Hund doch durch einen Maulkorb beissuntüchtig gemacht wird, wirkt er anscheinend wesentlich gefährlicher und bedrohlicher auf andere Menschen, als selbiger ohne Gitter vor der Nase.
So auch in Erics Fall...
Im Winterhalbjahr,in welchem erfahrungsgemäss eine geringere menschliche Vorliebe zum Freiluftkoten herrscht und Eric ohne gesundheitliche Folgen frei im Hundewald laufen und schnüffeln kann, pflegt er ohne Probleme seine hündischen Sozialkontakte, welche ihm sobald er seine Fresssperre trägt, von unsicheren, optisch denkenden Hundehaltern verwährt werden.
Wir treffen tagtäglich die selben Hunde mit ihren Haltern. Die Hunde begrüssen sich und laufen weiter - ohne Pöbeleien, ohne Zwistigkeiten. Trägt Eric jedoch sein Nasengitter, mutiert er augenscheinlich zu einer wilden Bestie, die schreiend, verstört, fingerzeigend, tuschelnd und panisch gemieden werden muss. Das metallische Gerät in Erics Gesicht wird anscheinend schon aus einer irrwitzigen Entfernung von anderen Menschen gespottet und Vorsichtsmassnahmen werden umgehend von diesen eingeleitet. Da werden Pfade gewechselt, Leinen gezückt, Kinder auf den Arm genommen, durchs dicht bewachsene Unterholz seitlich des Weges geradelt und optisch und akustisch das Festhalten des "gefährlichen" Hundes Eric verlangt.

Anfangs versuchte ich durch Zurückbrüllen die Ungefährlichkeit meines Weimaraners zu vermitteln, durch Erklärungsversuche Verständnis zu bewirken oder durch zeitiges Anleinen und langsames heranführen zumindest eine räumliche Distanz zu verringern, um dadurch eine Chance zur Aufklärung zu erhalten. Nichts hilft.
Wir haben mittlerweile für uns festgemacht, dass uns die Gesundheit unseres Hundes und seine Freude am Freilauf im Hundewald wichtiger sind als der soziale Kontakt mit anderen Hunden und lernen mit der Vorverurteilung unserer Mitmenschen zu leben.
Nun müssen diese neben den vielen Joggern, Radlern und Reitern im Hundewald auch einen Weimaraner mit Maulkorb akzeptieren lernen.

Ein Halti ist kein Mundkorb sondern eine Erziehungshilfe
(Weimaraner mit Halti)
Erlebnis vonSusanne Lundholdt Garborg
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Kommentare
Danke jedenfalls für die spannenden Ausführungen und weiterhin viel Freude mit den 4-Pfotigen Grauen..
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