Ursprung des Weimaraners
Der Weimaraner ist eine der ältesten deutschen Vorstehhunderassen, die ursprünglich aus Thüringen (Weimar) in Deutschland stammt. Gemälde aus dem 1700Jh stellen Hunde dar, die dem Weimaraner ähneln. Ein Gemälde von Anthonis van Dyke aus dem Jahre 1634 zeigt Carlo Emanuele d'Este, Marchese di Borgomanero mit einem Hund, der sehr an einen Weimaraner erinnert. Kunsthistorisches Museum Wien |
So zeigt zB. auch ein Gemälde von ca.1750 einen hellen, weimaranerähnlichen Vorstehhund.Der Weimaraner erhielt seinen eigenen Rassestandart im Jahre 1897, im selben Jahr, als der Weimaraner Klub eV in Deutschland gegründet wurde. Man vermutet, dass der Name Weimaraner daher stammt, dass diese Rasse am Hofe des Grossherzoges Karl August zu Sachsen-Weimar-Eisenach (Jägerhof) im späten 1800 gehalten wurde. Weimaraner wurden hier sehr geschätzt und in grossem Umfang gehalten und gezüchtet, jedoch ist die Rasse zweifellos viel früher gezüchtet worden, allerdings ohne Namen. Es gibt verschiedene Theorien über die Abstammung des Weimaraners. |
Wahrscheinlich stammt der Weimaraner vom St. Hubertus Hund ab, der direkter Stammvater vieler Jagdhunderassen ist. St. Hubertus Hunde können ganz zurück bis ins 9.Jh im Kloster St. Hubertus in Belgien datiert werden. |
Eine andere Theorie besagt, dass die Kombination von Deutsch Kurzhaar mit dem so genannten Leithund (Spürhund) der Stammvater des Weimaraners sei. Hierbei kamen immer mal wieder helle Hunde mit Abzeichen vor. Deshalb gibt es auch heute manchmal Weimaraner mit weissen Brustflecken oder weißen Flecken auf/unter den Pfoten. |
Im Gegensatz zu anderen Vorstehhunderassen ist beim Weimaraner kein Pointerblut zur Hervorhebung des Vorstehens bei Vögeln eingekreutzt worden. Daher ist der Weimaraner auch bemerkenswert gut für die Arbeit nach dem Schuss einzusetzen, ein guter Apporteur und Schweisshund, ohne die charakteristische Unruhe und Nervosität des Pointers.
Der Weimaraner wird seit 1897 stammbuchmässig geführt. Der erste Weimaraner kam nach Dänemark zu Beginn der 60er Jahre und im 1961 wurde der Dänische Weimaraner Klub gegründet.
Der Weimaraner wurde zu Beginn des 19. JH zum ersten Mal am Hofe zu Weimar in Deutschland gezüchtet und gehalten.
Während die frühe Herkunft des Weimaraners noch immer ein Mysterium ist, haben historische Nachforschungen und verschiedene Theorien versucht einige Löcher der Ungewissheit zu füllen. Einige glauben, dass der Weimaraner das Ergebnis von Albinismen einer der alten Rassen der deutschen Vorstehhunde sei, während Andere meinen eine Spur von Bloodhound im Weimaraner zu sehen und wieder Andere glauben, dass der Weimaraner schlichtweg eine Kreuzung vieler deutscher Jagdhunderassen ist.
Gemälde aus dem frühen 17Jh. zeigen Hunde, die eine deutliche Ähnlichkeit mit Weimaranern haben, obwohl es unmöglich ist zu beweisen, dass sie miteinander verwandt sind. Der Weimaraner ist ein Vorstehhund und wurde ursprünglich für die Jagd, die Nachsuche und das Niedermachen von Grosswild verwendet.
Sie waren zu Hofe in Deutschland aufgrund ihrer Geschwindigkeit, Wedigkeit, ihrer ausgezeichneten Nase, ihren Mutes und ihrer Ausdauer sehr beliebt. Weil der Weimaraner , nicht zuletzt wegen seiner Schwimmhaut zwischen den Zehen, ein so guter Schwimmer ist, und die Grosswildjagd in Deutschland seltener wurde, hat man den grauen Hund zum Apport von niedergeschossenen Wasservögeln aus Flüssen und Seen eingesetzt.
Der Weimaraner wurde im Jahre 1929 von Howard Knight in die USA importiert. Bis zu diesem Zeitpunkt war es äußerst schwierig, sich einen Weimaraner zu erwerben, weil sie nur an Mitglieder des Deutschen Weimaraner Club abgegeben wurden. Nach der Aufnahme als Mitglied, begann Knight Weimaraner in Amerika zu züchten , und damit die damals sehr seltene Rasse zu verbreiten.
Weimaraner wurden im Jahre 1943 vom American Kennel Club anerkannt; und seitdem ist die Popularität des Hundes als Haus- und Familienhund, als Teilnehmer am Leistungssport "Obidience" und als Jagdbegleiter stetig gewachsen.
Im Laufe der Jahre ist der Weimaraner auch als Rettungshund, Servicehund für behinderte Menschen, sowie als Polizeihund in England und vieles mehr verwendet worden.
Die Keltenbracke - der HubertushundMit Keltenbracke oder auch Segusier (nach dem keltischen Volksstamm der Segusianer) werden die Vorfahren der heutigen "westlichen" Bracken, einem Typ von Jagdhunden, bezeichnet.Die Keltenbracken selber sind ausgestorben. Der Grieche Flavius Arrianus, der sogenannte „Jüngere Xenophon" beschrieb diesen Hundetyp, Canis segusius, schon im zweiten Jahrhundert nach Chr. in seinem Werk „Kynegetikos" (Der Hundeführer), ferner erwähnte er, dass dieser Hund seinen Namen von dem keltischen Volksstamm der Segusianer habe, die damals an den Abhängen der Cottischen Alpen im heutigen Département Rhone und Loire siedelten, also um Lyon (Lugdunum). „Keltenbrackenblut“ findet sich in vielen Rassen des westlichen Europa. Kennzeichnend sind die auffällig langen, gefalteten Behänge (die Ohren), der schmale Schädel mit hervortretendem Hinterhauptbein. Der Knochenbau ist kräftig, starkknochig, teilweise sehr groß. Ein anderer Typ sind die grazilen, windhundartigen Bracken des Südens. Der Hubertushund stellt aus kynologischer Sicht einen der reinsten Nachkommen der Keltenbracken dar, so das wir uns heute noch ein Bild der Urform machen können. Ihr Laut (das Bellen bei der Jagd) ist charakteristisch tief und wohlklingend; weitere Verter sind die französischen Parforcehunde, der Segugio Italiano (hier hat sich der Name Segusier erhalten), die Laufhunde der Schweiz, Beagle, Harrier und Foxhound in England und der aus dem altdeutschen Leithund entstandene Hannoverscher Schweißhund. Hier noch ein Link zu einem sehr interessanten Artikel über die Ardennenbracke |
Der St.Hubertushund/Chien de Saint-Hubert (Bloodhound) gilt als ein wahrscheinlicher Ahn des Weimaraners. Er ist einer der reinsten Nachkommen der legendären Keltenbracke, der Urform aller unserer Laufhunde und der von diesen abstammenden anderen Jagdhundformen.

Nimrod
Weimaraner Nimrod (The type of the 1870's), owner Baron v. Winzingerode-Knorr, Adelsborn near Worbis 1871 |
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